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Geschichte

Die frühmittelalterliche Besiedlung unseres Raumes erfolgte im 8. Jahrhundert durch fränkische und slawische Siedler. Der älteste Ort der Gemeinde dürfte Oberailsfeld sein, das um 850 durch einen Agil oder Egil als Herrschaftsmittelpunkt im Auftrag des Würzburger Bischofs entstanden ist.

Später erscheint das Geschlecht der Edelfreien von Ahorn, das Domkanoniker in Bamberg und mit Burkard einen Bischof in Worms stellte. Sie bauten im Talgrund bei Kirchahorn ein Wasserschloss, von dem noch schwache Spuren vorhanden sind. Später errichteten sie auf dem Klausstein eine sichere Höhenburg.

Burg RabensteinGroße Verdienste um die Siedlungs- und Rodungsarbeit im mittleren und oberen Ahorntal erwarben sich die edelfreien Geschlechter der Volsbacher, Schönfelder und Schlüsselberger und die Ministerialgeschlechter der Groß von Trockau und der Rabensteiner.

Die Ansitze dieser Geschlechter waren so zahlreich, dass man förmlich von einer Burgenlandschaft sprechen muss. Die meisten liegen heute in Trümmern oder sind fast vergessen. Adlitz und Rabenstein wurden auf alten Grundlagen aufgebaut, in Weiher steht noch ein Wirtschaftshof und auf dem Klausstein wurde eine Kapelle im Burgbereich errichtet.

Die größte Bedeutung für die Geschichte des Tales hatten die Rabensteiner. Sie waren die Patronatsherren in Kirchahorn und Oberailsfeld. Sie besaßen den Rabenstein, die Rabeneck, die Ansitze in Weiher, Kirchahorn und Adlitz.

Der letzte Rabensteiner stiftete 1741 ein Gesangbuch für seine Untertanen, renovierte seine Stammburg Rabenstein und ließ das sehenswerte Portal der ev. Pfarrkirche in Kirchahorn durch den namhaften Bildhauer Doser aus Auerbach errichten. Ihm verdanken wir vor allem die schöne Barockausstattung der Klaussteinkapelle, die heute noch jeden Besucher erfreut.

1803 endete hier die Herrschaft des Hochstifts Bamberg und wenig später die des Markgrafen von Bayreuth, das Ailsbachtal/Ahorntal wurde bayerisch.