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Geschichte Sophienhöhle

Die erste urkundliche Erwähnung 1490 erfolgte anläßlich des Abbaus der phosphathaltigen Höhlensedimente durch den Bamberger Hans Breu. Er versuchte daraus Salpeter für die Herstellung von Schwarzpulver zu gewinnen.

 

Damals wurde das große Portal Ahornloch genannt, allerdings nicht nach dem  gleichnamigen Baum, sondern nach dem Geschlecht derer von und zu Ahorn, den ersten bekannten Herrschern des Ahorntales. Sie hatten ihren Sitz direkt über der Höhle. Die heutige Klaussteinkapelle, direkt über der Höhle, war ihre ursprüngliche Burg.

 

1788 wurde bei Grabungen im Ahornloch eine Halle dahinter wiederentdeckt und Klaussteinhöhle genannt. Nach der Entdeckung fanden dort große Grabungen auf der Suche nach Kostbarkeiten statt. Dabei wurden allerdings archäologische Funde nicht beachtet.

 

Ein halbes Jahrhundert später, im Jahr 1833, ließ der damalige Besitzer von Burg Rabenstein und Höhle, Graf Erwein von Schönborn zu Wiesentheid, durch seinen Schlossgärtner Michael Koch Verschönerungsarbeiten durchführen. Als er einen Zug kalter Luft wahrnahm, interpretierte er dies richtig und entdeckte weitere Hallen, die zu Ehren der Gräfin Sophie von Schönborn, der Nichte des Schlossbesitzers - Sophienhöhle genannt wurden.

 

Der Besitzer verschloss diesen Teil unverzüglich, um Zerstörungen wie nach der Entdeckung der Klaussteinhöhle zu verhindern. Allerdings ließ er diesen Teil der Höhle auch mit Wegen ausbauen, so dass er sie Gästen zeigen konnte.